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Museum für Naturkunde

Berlin
Das Museum für Naturkunde Berlin ist die größte naturkundliche Forschungseinrichtung Deutschlands. Mit über 30 Millionen Objekten beherbergt es eine der weltweit umfassendsten naturhistorischen Sammlungen und zählt international zu den bedeutendsten Museen seiner Art. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude wurde 1889 nach den Plänen von August Tiede als Zweckbau für die naturkundlichen Sammlungen errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Bauwerk stark beschädigt und weist bis heute Spuren dieser Zerstörung auf.

Der aktuell im Bau befindliche 3. Bauabschnitt umfasst die Sanierung und Modernisierung des westlichen Teils des Hauptgebäudes. Dazu gehören der Mittelbau West, der Querflügel West, der Kopfbau West, der Westflügel sowie die ehemalige Direktorenvilla. Ziel ist es, diesen historisch geprägten Gebäudeteil grundlegend zu sanieren, funktional zu modernisieren und gleichzeitig für Ausstellung, Sammlung, Forschung und Lehre nutzbar zu machen.
Museum für Naturkunde Berlin - Der "Vogelsaal" ist mit den bauzeitlichen Vitrinen und ca. 11.000 Präparaten einer der imposantesten Sammlungsräume und wird auch nach der Restaurierung weiterhin für die Aufstellung der Vogelsammlung genutzt.
Museum für Naturkunde Berlin - Der "Vogelsaal" ist mit den bauzeitlichen Vitrinen und ca. 11.000 Präparaten einer der imposantesten Sammlungsräume und wird auch nach der Restaurierung weiterhin für die Aufstellung der Vogelsammlung genutzt.
Der „Vogelsaal“ im 2. Obergeschoss des Mittelbaus West gehört zu den eindrucksvollsten Räumen des Museums. Mit seinen originalen Vitrinen aus der Bauzeit und rund 11.000 Präparaten der Vogelsammlung vermittelt er einen einzigartigen Eindruck von der historischen Sammlung. Auch nach der Restaurierung wird der Saal weiterhin der Aufstellung der Vogelsammlung dienen. Viele der Vögel befinden sich seit über 100 Jahren in der Sammlung, einige sogar länger als das Museumsgebäude selbst.
Museum für Naturkunde Berlin - Der "Fellsaal" wird nach seiner Restaurierung neuen Sammlungs- und Ausstellungszwecken dienen.
Die ehemalige Fellsammlung ist aufgrund von notwendigen Konservierungsmaßnahmen stark mit Schadstoffen belastet und wird aus dem Hauptgebäude ausgelagert. Nach der Restaurierung erhält der Saal eine neue Nutzung für Sammlungs- und Ausstellungszwecke.
Museum für Naturkunde Berlin - Blick auf den 3.Bauabschnitt bestehend aus dem Mittelbau West (links), dem Querflügel West (mittig) und dem Westflügel mit der ehemalige Direktorenvilla (rechts). Die Gebäude im Hof werden abgebrochen.
Blick auf den dritten Bauabschnitt, bestehend aus dem Mittelbau West (links), dem Querflügel West (mittig) und dem Westflügel mit der ehemaligen Direktorenvilla (rechts). Der Mittelbau West und der Querflügel West werden künftig für Ausstellungen und Sammlungen genutzt, während der Westflügel und die Direktorenvilla überwiegend für interne Museumszwecke vorgesehen sind.

Die Fassaden werden behutsam restauriert und die Fenster sicherheitstechnisch verbessert. Die Gebäude im Hof werden abgerissen, um diesen Bereich offen und zugänglich für die Besucher des Museums zu gestalten.
Museum für Naturkunde Berlin - Westflügel - Treppe der Villa des damaligen Institutsdirektors
Museum für Naturkunde Berlin - Westflügel - Treppe der Villa des damaligen Institutsdirektors
Die zentrale Treppe der Direktorenvilla, die durch ein Oberlicht natürlich beleuchtet wird, verbindet die beiden ehemaligen Wohngeschosse. Das Wohnhaus wurde neben dem Westflügel als Residenz des damaligen Direktors des Zoologischen Instituts errichtet und wird künftig überwiegend für interne Museumszwecke genutzt.
Museum für Naturkunde Berlin - Erdgeschoß des Kopfbau West - hier entsteht ein moderner multifunktionaler Lehr- und Veranstaltungssaal
Das Erdgeschoss des Kopfbaus West wird von nachträglichen Einbauten befreit und in seiner ursprünglichen Raumgestaltung wiederhergestellt, um die historische Atmosphäre des Gebäudes erlebbar zu machen. Gleichzeitig entsteht hier ein moderner, multifunktionaler Lehr- und Veranstaltungssaal, der den heutigen Anforderungen an Nutzung und Flexibilität gerecht wird.
Museum für Naturkunde Berlin - Visualisierung des zukünftigen Lehrsaals
Der Hörsaal im 1. Obergeschoss des Kopfbaus West, der größtenteils im ursprünglichen Zustand seiner Bauzeit erhalten ist, wird nach der Restaurierung sowie mit technischen und raumakustischen Verbesserungen weiterhin als Hörsaal genutzt.
Museum für Naturkunde Berlin - Der in bauzeitlichen Zustand erhaltene Hörsaal wird nach der Restaurierung und technischen sowie raumakustischen Ertüchtigung weiterhin als Hörsaal dienen
Der ehemalige große Hörsaal der zoologischen Sammlung im 2. Obergeschoss des Kopfbaus West ist nicht mehr erhalten und wird derzeit als Bibliothek genutzt. Zukünftig entsteht hier eine öffentlich zugängliche Mediathek mit Freihandbereich und Leseplätzen für Forscher und Museumsbesucher. Die erhaltene historische Kappendecke mit gläsernem Oberlicht wird dabei wieder sichtbar gemacht und als prägendes Gestaltungselement integriert.
Museum für Naturkunde Berlin - die Bibliothek heute - hier entsteht zukünftig eine öffentlich zugängliche Mediathek mit Freihandbereich und Leseplätzen für Forscher und Museumsbesucher
Museum für Naturkunde Berlin - Visualisierung der zukünftigen Mediothek
Museum für Naturkunde Berlin - historischer Lageplan © Architekturmuseum TU Berlin
Verfahrensart
VOF-Verfahren
Realisierung
BGF
12.000 m²
NF
9.000 m²
BRI
57.000 m³
Objektadresse

Invalidenstrasse 43
10115 Berlin
Deutschland

Auftraggeber
Stiftung Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin
Nutzer
Museum für Naturkunde
Generalplanung
2-9, BIM: LP 2-4
Projektleitung
Julia Schimmel, Cornelia Walter, Bernd Kimmel
Bauleitung
Christoph Bröke, Christian Breuer (Projektleitung), David Schröder, Vahid Karampour, Bettina Schnerr, Kerstin Wegener
Mitarbeiter Planung

Alexander Buchhofer, Janina Ernst, Sabine Gudd, Dirk Hagenow, Corinna Müllendorf, Klaus Pawlitzki, Martin Tikvic

Fachplaner

Statik, Bauphysik, Bau- und Raumakustik: GSE Ingenieur-Gesellschaft mbH Saar, Enseleit und Partner, Berlin; TGA: IGTech, Hamburg; Brandschutz: AWK- Ingenieure, Berlin; BIM-Koordination: Kaulquappe AG, Zürich; Schadstoffbeseitigung: KSG GmbH, Berlin

Fotos
Stefan Müller