Zurück
Kultur
Restaurierung

Goethe Theater

Bad Lauchstädt

Sanierung des denkmalgeschützten Goethe-Theaters von 1802 des Architekten Heinrich Gentz

Das Lauchstädter Theater wurde im Jahr 1802 nach mehr als vierjähriger Planung in nur zehn Wochen durch Heinrich Gentz und Martin Friedrich unter maßgeblicher Anteilnahme Goethes errichtet. Es bildete als reines Sommertheater über viele Jahre einen Dreh- und Angelpunkt des Kurbetriebes und ist bis heute als Baudenkmal von nationaler Bedeutung weit über die Region hinaus bekannt.
Der schmucklos verputzte, gestaffelte Fachwerkbau mit Eingangsgebäude, Zuschauer- und Bühnenhaus am Rande der historischen Kuranlagen verkörpert den Idealtypus der Klassikerbühne. Mit seiner rekonstruierten barocken Bühnentechnik und dem mit einem bemalten Zeltdach bespannten Zuschauersaal ist es ein einzigartiges Zeugnis frühklassizistischer Theaterarchitektur von europäischem Rang. 
Die laufenden Arbeiten stellen bereits die dritte großangelegte Sanierung des Gebäudes nach 1907/08 und 1966-68 dar. Wegen massiver Holzschäden wird seit 2015 an der Erhaltung der Standsicherheit durch eine umfassende Fachwerksanierung gearbeitet. Darüber hinaus kann seit 2016 aus Mitteln der Herrmann Reemtsma Stiftung die energetische Sanierung und Neueindeckung der Dächer erfolgen. Hierbei wurde auch das seltene Bohlenbinder-Tragwerk des Zuschauerhauses wieder vervollständigt.
Im letzten Schritt soll 2018 mit der grundlegenden baulichen und restauratorischen Instandsetzung der Innenräume und Ausstattung des Hauses begonnen werden, um es als authentische Architektur der Weimarer Klassik in seiner festlichen Atmosphäre wieder uneingeschränkt erlebbar zu machen.
Verfahrensart
VOF-Verfahren 2015
Realisierung
BGF
2.100 m²
BRI
6.200 m³
Objektadresse

Querfurter Straße 14
06246 Bad Lauchstädt
Deutschland

Auftraggeber
Historische Kuranlagen und Goethe Theater Bad Lauchstädt GmbH
Nutzer
Goethe Theater
Projektleitung
Tobias Schmidt
Bauleitung
Christine Kral, Christoph Bröke
Mitarbeiter Planung

Bernd Kimmel

Fachplaner

Statik: Prof. Rühle Jentzsch und Partner GmbH, Dresden; TGA: VIBA Planungsbüro, Merseburg; Ingenieurbüro Scheibner, Schkeuditz; Brandschutz: Planungsgruppe Geburtig, Weimar

Fotos
Stefan Müller, Berlin