Mit dem Forschungsneubau IMMPuls entsteht auf dem Campus des Universitätsklinikums Freiburg ein modernes Labor- und Bürogebäude, das durch eine klare Architektursprache, innovative Laborkonzepte und zukunftsorientierte Arbeitswelten geprägt ist.
Der kompakte, kubische Baukörper fügt sich in die bestehende Struktur des Campus ein und greift die städtebaulichen Vorgaben des Masterplans auf. Mit seiner klar gegliederten Fassadengestaltung und einer silbrigen Metalloberfläche setzt das Gebäude einen zeitgemäßen architektonischen Akzent. Unterschiedliche Faltungen der Fassadenelemente erzeugen ein lebendiges Wechselspiel aus Licht und Reflexion und verleihen der Gebäudehülle eine differenzierte Erscheinung. Die Anordnung der Fenster und geschlossenen Fassadenbereiche macht die innere Organisation nach außen ablesbar. Loggien im Bereich der zentralen Erschließung ergänzen die Gestaltung und schaffen eine offene, einladende Atmosphäre.
Funktionale Forschungs- und Arbeitswelten
Im Inneren vereint IMMPuls hochspezialisierte Laborbereiche mit modernen Büro- und Kommunikationsflächen. Die klare Gebäudestruktur ermöglicht eine funktionale Trennung und zugleich die räumliche Nähe unterschiedlicher Nutzungsbereiche. Neben flexibel gestalteten Open-Space-Arbeitsplätzen und Einzelbüros stehen Besprechungsräume, Videokonferenzkabinen und gemeinschaftliche Aufenthaltsbereiche zur Verfügung. Die Laborflächen umfassen unterschiedliche Sicherheits- und Nutzungsbereiche, darunter S2- und S2/BSL3-Labore, Zellkulturlabore sowie spezialisierte Geräte- und Großraumlabore. Ergänzt wird das Raumprogramm durch zentrale Infrastrukturbereiche und technische Einrichtungen, die einen effizienten Forschungsbetrieb unterstützen.
Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit
Ein wesentlicher Bestandteil der Planung ist die ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Das Gebäude wird auf Grundlage eines energetischen Standards entsprechend einem Effizienzhaus 40 konzipiert. Eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle, die Nutzung von Photovoltaik und der Anschluss an das Fernwärmenetz der Universität Freiburg tragen zu einer energieeffizienten Versorgung bei. Auf den Einsatz fossiler Brennstoffe wird konsequent verzichtet. Darüber hinaus unterstützen robuste, wartungsarme Konstruktionen und flexibel nutzbare Grundrisse eine langfristige, wirtschaftliche Nutzung. Die Planung berücksichtigt damit sowohl die Anforderungen eines effizienten Gebäudebetriebs als auch die Möglichkeit, auf zukünftige Veränderungen der Forschungs- und Arbeitsbedingungen zu reagieren.
Verfahrensart
VGV-Verfahren, 1. Rang
Realisierung
Objektadresse
Breisacher Straße 79106Freiburg Deutschland
Auftraggeber
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg
Projektleitung
Torsten Glasenapp
Mitarbeiter Planung
Jonas Houba, Julia Schimmel, Elisa Schieseck, Elisabeth Hernangómez
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