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Verwaltung

Erweiterungsbau Bundesministerium des Innern

Erweiterungsbau Bundesministerium des Innern - Zufahrt- und Kontrollgebäude mit dem Turm; Foto: Stefan Müller
Berlin
Der Erweiterungsbau des Bundesministeriums des Innern (BMI) bildet dem letzten Baustein für die städtebauliche Vollendung des Ministeriumsensembles auf dem Moabiter Werder in Berlin. Nach der Realisierung der ersten beiden Bauteile im Jahr 2015 führt der nun fertiggestellte Bauteil C die städtebauliche Konzeption und die architektonische Sprache des Gesamtkomplexes konsequent weiter und schafft zugleich zeitgemäße, flexible Arbeitswelten für die zukünftigen Anforderungen des Ministeriums. Ein Eingangsbereich mit Empfangs- und Kontrollfunktionen bildet die Adresse für Besucher und den zentralen Zugang zum neuen Gebäude.
Erweiterungsbau Bundesministerium des Innern - Fassadendetail; Foto: Stefan Müller
Der Entwurf nimmt bewusst Bezug auf die bereits realisierten Bauteile und die gestaffelte Höhenentwicklung der Anlage. Der markante, 13-geschossige Turm des Erweiterungsbaus ist mit einer Natursteinfassade verkleidet und fügt sich nahtlos in das städtebauliche Gefüge ein. Die klare Formensprache und die proportionale Gliederung des Baukörpers schaffen eine kraftvolle, zugleich ruhige Präsenz im Umfeld des Regierungsviertels.
Erweiterungsbau Bundesministerium des Innern - Fassadendetail; Foto: Stefan Müller
Der Neubau schafft Raum für rund 350 zusätzliche Arbeitsplätze. Unterschiedliche Bürotypen, Besprechungs- und Konferenzräume sowie offene Kommunikationszonen ermöglichen flexible Nutzungsstrukturen und eine hohe Anpassungsfähigkeit an die sich wandelnden Anforderungen des Ministerialbetriebs.

Kunst am Bau im Bundesministerium des Innern ist in den Fußboden integriert. Unter dem Titel „Heimat Heimat“ greift die Arbeit Zitate aus einem Essay von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1929 auf und überträgt sie in den architektonischen Raum.
Erweiterungsbau Bundesministerium des Innern - Kunst am Bau auf dem Fußboden des Bundesministeriums; Foto: Stefan Müller
Kunst am Bau „Heimat Heimat“ auf dem Fußboden des Bundesministeriums - mit Zitaten, die einem Essay von Kurt Tucholsky aus dem Jahre 1929 entnommen sind. Foto: Stefan Müller
Die Fassade ist ein zentrales Element der architektonischen und nachhaltigen Konzeption. Die Verkleidung mit Dietfurter Kalkstein knüpft an die Materialität der bestehenden Bauteile an und verleiht dem Erweiterungsbau Dauerhaftigkeit und Wertigkeit. Als langlebiger, wartungsarmer Naturstein unterstützt sie einen ressourcenschonenden Gebäudebetrieb. Die klar gegliederte Fassadenstruktur mit tiefen Laibungen gewährleistet eine gute Tageslichtversorgung der Arbeitsbereiche und trägt zugleich zum sommerlichen Wärmeschutz und zur energetischen Effizienz bei. Der Neubau wurde mit BNB in Silber ausgezeichnet.
Erweiterungsbau Bundesministerium des Innern - Fassadendetail; Foto: Stefan Müller
Erweiterungsbau Bundesministerium des Innern - Lageplan
Erweiterungsbau Bundesministerium des Innern - Ansicht
Verfahrensart
Wettbewerb
Realisierung
Kosten
112.000.000,- EUR
BGF
14.350 m²
NF
7.200 m²
Leistungsphasen
1-5
Zertifizierung
BNB Silber
Objektadresse

Alt-Moabit 140
10559 Berlin
Deutschland

Auftraggeber
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das BBR
Nutzer
Bundesministerium des Innern
Projektleitung
Michael Widmaier
Mitarbeiter Planung

Sabine Gudd, Corinna Müllendorff, Cornelia Hensmann-Fritzsche, Corina Dietrich, Henning Hinrichs, Florian Müller, Sebastian Plüquett

Fachplaner

Projektsteuerung: Arcadis Germany GmbH, Berlin; Tragwerksplanung / Bauphysik: Krebs+Kiefer Ingenieure GmbH, Berlin; Brandschutzplanung: Dr. Zauft Ingenieurgesellschaft für Bauwesen mbH, Potsdam; TGA (HLS): Planungsteam Energie + Bauen Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin; TGA (ELT): Keydel Bock Ingenieure GmbH, Göttingen; Lichtplanung: Licht Kunst Licht AG, Berlin; Bau- und Raumakustik: Müller-BBM GmbH, Berlin; Gebäudeautomation: siganet GmbH, Berlin; Freianlagenplanung: Vogt Landschaft GmbH; Koordination Nachhaltiges Bauen: ee concept GmbH, Darmstadt 

Fotos
Stefan Müller